Es hat so gut angefangen! Die “Blind Auditions” waren genial, einfach mal was anderes und mega unterhaltsam. Das Format hatte ich vor einem Jahr teilweise in Holland gesehen und fand es spitze.
Aber die neuen Folgen interessieren mich überhaupt nicht mehr, sodass ich jetzt sogar schon Joey Kelly und seiner singenden (zerstrittenen) Familie den Vortritt gegeben habe. Die haben beim Nachbarsender ihre Vorfahren gesucht und sind über die USA wieder in Deutschland in der Nähe von Speyer gelandet. Wer hätte das gedacht? Und der Hammer kommt erst noch: im Technik Museum Speyer ist seit 2004 das Hausboot der Kellys ausgestellt. Du kriegst die Tür nicht zu! Das is’n Ding, oder? Ich war fix und fertig!
Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, TVoG. Geht übrigens auch hervorragend über die Lippen! Jedenfalls finde ich es sehr schade, dass die derzeitigen Live-Shows denselben Boom und Menschenkult, dieses übertriebene Abfeiern der Sängerinnen und Sänger, mit sich bringen. Ein Superlativ jagt den nächsten! Und das gibt’s schon lange bei anderen Casting-Shows.
Versteht mich nicht falsch, das sind gute Sänger, interessante Persönlichkeiten, bla bla bla, aber das Besondere ist verloren gegangen. Wie geil war das, dass man wirklich nur anhand der Stimme (fast schon ein Wortspiel) wahrgenommen wurde? Tierisch! Und wie genial wäre es gewesen, wenn das bis zum Finale fortgesetzt worden wäre? Also, dass die Coaches ihre Schützlinge erst in der letzten Show gesehen hätten. DAS wäre the Voice gewesen.
Aber es ist so wie es ist, und über “Unser Star für Baku” muss ich kein Wort verlieren, oder?